Unsere diesjährigen "Einradeltouren" führen uns in den Großraum Triest. Am ersten Tag radeln wir zwischen Marano Lagunare und Grado immer eben dahin. Am zweiten Tag durchfahren wir die reizvolle Karstlandschaft in den Hügeln oberhalb von Triest. Am Sonntag erleben wir dann einen absoluten Höhepunkt: Wir fahren zum Großteil auf dem akrobatisch angelegten ehemaligen Schmalspur- Bahnkörper der einstigen KuK Schmalspurbahn, die einst Koper mit Triest verband - ein echtes radlerisches Highlight! Unser Ziel ist das Schloß Miramare. Die Radtouren sind durchwegs eher auf der gemütlichen Seite - auch wenn es dann und wann kurze aber heftige Steigungen gibt, die dann auch der Reiseleiter schieben wird..... Die einzige Anstrengung die es zu befürchten gibt, ist also höchstens Gegenwind....
Wie schwer sind die Touren?" Nachdem es individuell unterschiedlich ist, was unter "hügelig" oder "leicht" zu verstehen ist, folgende Vergleichsmöglichkeit: "Leicht" ist der Drauradweg. Man sollte 50km unbefestigten Drauradweg schaffen
"Hügelig" ist die Umfahrung des Millstättersees - man sollte die Umrundung in 1 Stunde und 50 Minuten schaffen...
...dann steht der Teilnahme an den hier angeführten Routen nichts mehr im Wege...
Die Touren sind für Mountain-Bikes und Trecking-Bikes mit mindestens 21 Gängen geeignet, keinesfalls jedoch für Rennräder! Auf sämtlichen Touren besteht Helmpflicht.
|
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
|
24. April:
| Marano Lagunare- Grado Tour (49km, leicht, 135 Höhenmeter)
Unser Bus bringt uns mit den Fahrrädern im Gepäck sehr zeitig von Kärnten nach Marano Lagunare, wo wir uns erstmals auf die Räder schwingen. Nach einer kurzen "Besichtigungsrunde" des kleinen Altstadtkerns per Rad geht es auf entlegenen Strecken, teilweise auf Güterwegen und unbefestigten Wiesenwegen über San Giorgio di Nogare, Torviscosa und Cervignano zum bereits vielen Radlfreunden bekannten kulinarischen Fischlokal "Alla Buona Vite". Nach einem wohlschmeckenden Mittagessen geht's mit dem Rad über den Damm ins Zentrum von Grado. Hier haben wir Zeit zum Bummeln, bevor wir am späten Nachmittag mit dem Bus zu unserem Hotel in Opicina (oberhalb von Triest) aufbrechen.
Zwar lassen sich auf dieser Tour einige wenige verkehrsreichere Kilometer nicht ganz vermeiden, insgesamt sind wir jedoch auf einsamen Strecken unterwegs.
|
 Der Ortskern von Marano Lagunare
|

Unterwegs auf einsamen Güterwegen
|

Unser Ziel: Grado
|
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
|
| 25. April: |
Triester Karst- Tour, 32 km, hügelig (leicht)
Nach dem Frühstück bringt uns der Bus zu einer italienisch- slovenischen Granzstation, wo unsere Tour beginnt. Wir sind hauptsächlich auf geteerten Nebenstrecken unterwegs, allerdings gibt es ein paar kürzere "Geländestrecken", für die man jedoch nicht unbedingt ein Mountainbike benötigt.
Unterwegs werden wir in netten Landgasthäusern den einen oder anderen Schluck Wein zu uns nehmen können, es wartet sogar ein Biergarten auf uns...
Die Tour führt uns nach Sistiana, wo wir ein Restaurant zum etwas verspäteten Mittagessen reserviert haben. Anschließend bringt uns der Bus zurück ins Hotel in Opicina.
|

... wenig befahrene Nebenstrecken |

...teilweise wäre ein Mountainbike empfehlensert... |

|

|

|
 ...unser Ziel: Die Hafenbucht von Sistiana.
|
 Unsere Route |
|
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
|
26. April:
|
Triesttour - 38 km (leicht)
Gut ausgeruht und gestärkt vom Frühstück starten wir unsere heutige Tour gleich hinter der Grenze in Slovenien. Die heutige Tour stellt einen absoluten Höhepunkt dar: Ein Teil der Strecke wird auf dem Bahnkörper der ehemaligen KuK Eisenbahn "Parenzana" gefahren, der akrobatisch durch die Felsen oberhalb von Triest gezogen wurde. Wir haben tolle Ausblicke auf das unter uns liegende Triest, fahren immer wieder durch Tunnel, entlang einer in den Felsen gehauenen Strecke. Es geht lenge Zeit leicht bergab - doch irgend wann müssen wir wieder hinauf - 2 steile Kilometer, die wir (notfalls) das Rad schieben können. Dann geht es durch kleinere Ortschaften bis nach Opicina oberhalb von Triest. Nun treffen wir erneut auf einen ehemaligen Schmalspur-Bahnkörper - immer mit Blick auf das Meer. Erfahrungsgemäß werden wir die Möglichkeiten für den einen oder anderen Schluck Bier oder Wein nicht auslassen... Unser Ziel ist ein Restaurant i der Nähe des Schlosses Miramare, wo wir uinser "Abschiedsessen" reserviert haben. Nach einer kurzen Besichtigungsfreizeit der Parkanlagen von Schloß Miramare fahren wir mit dem Bus zurück nach Kärnten.
|
 Gleich nach dem Start auf der "Parenzana"
|
 Einsam und verlassen: Stazione Sant'Elia |

.. immer auf dem Bahnkörper
|
 ...ein Erlebnis der besonderen Art |
 ... weite Ausblicke in die Felsenlandschaft |
 ... ein Tunnel nach dem anderen...
|
 ...und Blick zurück nach Triest... |
 ... tolle Impressionen ... |

und schließlich in der Ferne ein Blick auf Schloss Miramare. |
 Unsere Route |
|
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
|
Info zur Eisenbahnstrecke (Parenzana):
Die Bahnstrecke wurde ab 1902 von den k.k. Staatsbahnen betrieben. Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns übernahmen die Italienischen Staatsbahnen den Betrieb, legten die Bahnstrecke aber 1935 still.
Streckenbeschreibung: Die Strecke nahm am Triestiner Staatsbahnhof ihren Ausgang und führte über Muggia, Koper, Portorož, Buje, Motovon bis nach Porec/Parenzo. Die von uns befahrene Strecke war die Anbindung von Triest hinauf in die Karst-Berge nach Kozina (=Hrpelje), wo die Hauptstrecke von Laibach über Divaca-Hrpelje (=Kozina)- Novaki - Kanfanar nach Pula verlief. Ein Charakteristikum war die ausgesprochen steigungsreiche Streckenführung, welche lange Schleifenbildungen zur Höhengewinnung und demgemäß lange Fahrzeiten mit sich brachte.
Trotz der langen Stilllegungsdauer finden sich in den italienischen, slowenischen und kroatischen Abschnitten der ehemaligen Parenzana noch ungewöhnlich viele bauliche Reste, darunter Bahnhofsgebäude, Tunnel und Viadukte. Einer jüngeren Erhebung zufolge sollen noch 94% der Anlagen im kroatischen Abschnitt völlig intakt sein. Fast alle ehemaligen Bahnhöfe an der Strecke sind noch vorhanden.
Im Februar 2008 wurde mit dem Ausbau der ehemaligen Parenzana-Bahnstrecke als Rad- und Wanderweg begonnen, gefördert mit Tourismus-Entwicklungsgeldern der EU. Die bisher gesperrten Tunnel sind geräumt und können mit dem Rad durchfahren werden. Am 10. und 11. Mai 2008 fand zur Eröffnung ein Radwandertag auf der gesamten Strecke statt.
|

|

|

|